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Der Weihnachtsmann in verschiedenen Ländern: Wie unterscheiden sich die Bräuche beim Beschenken der Kinder?

01.04.2026

Habt ihr euch schon einmal gefragt, ob der Weihnachtsmann immer gleich aussieht und immer auf dieselbe Weise vorgeht? Es stellt sich heraus, dass zwar die Idee, Kinder zu beschenken, universell ist, die Traditionen rund um den Weihnachtsmann sich jedoch je nach Land unterscheiden – manchmal sind die Unterschiede sogar sehr groß!

Ich lade euch zu einer Reise um die Welt ein, auf der ich als… Weihnachtsmann von meinen Besuchen bei Kindern in verschiedenen Ecken der Welt erzählen werde.

Polen

Ho ho ho! In Polen habe ich wirklich viel zu tun – und das sogar zweimal im Jahr!

  • 6. Dezember (Mikołajki) – ich lege kleine Geschenke in die Schuhe oder unter das Kopfkissen.
  • An Heiligabend (24. Dezember) – liegen größere Geschenke unter dem Weihnachtsbaum.

Das ist jedoch noch nicht alles! Je nach Region in Polen glauben die Kinder, dass die Geschenke von verschiedenen Gestalten gebracht werden – manchmal bin ich es, ein anderes Mal der Sternmann oder sogar das Jesuskind. Dadurch hat die Weihnachtsmagie viele Gesichter, und jede Familie kann sie auf ihre eigene Weise erleben.

In vielen Häusern ist es auch wichtig, gemeinsam auf den ersten Stern zu warten, der symbolisch den Heiligabend einläutet. Erst nachdem der erste Stern gesichtet wurde und das festliche Abendessen vorbei ist, dürfen die Kinder unter den Weihnachtsbaum schauen und die Geschenke entdecken.

Eine interessante Information für Eltern: In Polen unterscheiden sich die Weihnachtstraditionen je nach Region – es lohnt sich, den Kindern davon zu erzählen und eigene, familiäre Bräuche zu entwickeln.

Vereinigte Staaten

In den USA bin ich hauptsächlich in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember aktiv. Genau dann schlafen die Kinder voller Aufregung ein – sie wissen, dass in dieser Nacht etwas Magisches geschehen wird. In vielen Häusern herrscht eine ganz besondere Atmosphäre der Vorfreude, und die Kleinsten wollen nicht schlafen gehen, sie träumen davon, mich persönlich zu treffen, zu sehen, wie ich in echt aussehe… Ich muss ehrlich zugeben, das ist noch niemandem gelungen!

  • Ich komme durch… den Schornstein!

Das ist eine der bekanntesten Weihnachtstraditionen. Selbst wenn es zu Hause keinen richtigen Kamin gibt, glauben die Kinder, dass ich trotzdem einen Weg finde, hineinzukommen – schließlich kann die Magie von Weihnachten Wunder bewirken.

  • Die Kinder hinterlassen mir Überraschungen:

In vielen Häusern warten auf mich

  • Plätzchen
  • Milch

und für Rudolf und die anderen Rentiere Karotten.

Dieser Brauch hat eine schöne Bedeutung – die Kinder zeigen damit ihre Dankbarkeit und Fürsorge. Nach einer langen Reise weiß ich solche Leckereien wirklich zu schätzen!

Die Geschenke stecke ich in die Strümpfe, die über dem Kamin oder unter dem Weihnachtsbaum hängen

Die Strümpfe (sog. stockings) sind oft mit den Namen der Kinder beschriftet und mit kleinen Geschenken, Süßigkeiten oder Spielzeug gefüllt. Größere Geschenke warten unter dem Weihnachtsbaum – die Beschenkten öffnen sie erst am Morgen, was die Spannung zusätzlich steigert und viel Freude bereitet.

Für Eltern: Das gemeinsame Backen von Plätzchen für den Weihnachtsmann oder das Aufhängen der Strümpfe kann zu einem schönen Familienritual werden.

Großbritannien

In Großbritannien bin ich als Father Christmas bekannt, und obwohl viele Bräuche denen in den USA ähneln, gibt es hier auch einige einzigartige Traditionen.

Kinder schreiben mir sehr gerne Briefe, in denen sie ihre Träume, ihr Verhalten im vergangenen Jahr und kleine Wünsche beschreiben. Interessanterweise verbrennen sie diese oft im Kamin, anstatt sie per Post zu verschicken, da sie glauben, dass der Rauch die Nachricht direkt zu mir trägt.

Ähnlich wie in den USA:

  • Ich lege Geschenke in die Strümpfe,
  • besuche die Häuser nachts.

Oft stellen mir die Kinder eine kleine Leckerei bereit und überprüfen am Morgen freudig, ob sie verschwunden ist – das ist ein Zeichen dafür, dass ich wirklich bei ihnen zu Hause war.

Deutschland

In Deutschland bin ich als Nikolaus bekannt und besuche die Kinder hauptsächlich am 6. Dezember. Schon am Abend des 5. Dezembers bereiten sich die Kleinen auf meinen Besuch vor:

  • sie putzen ihre Schuhe,
  • stellen sie vor die Tür oder ans Fenster.

Am Morgen finden brave Kinder Süßigkeiten, kleine Geschenke oder Obst darin. Das ist eine schöne Tradition, die dazu anregt, auf Ordnung zu achten und sich gut zu benehmen.

In manchen Regionen begleitet mich die Figur des Krampus – er soll die Kinder an die Folgen von schlechtem Benehmen erinnern.

Frankreich

In Frankreich nennt man mich Père Noël, und die Feiertage haben dort einen sehr herzlichen, familiären Charakter. Die Kinder stellen ihre Schuhe vor den Kamin oder unter den Weihnachtsbaum, und ich fülle sie mit Geschenken. Oft sind es kleine Aufmerksamkeiten, Süßigkeiten oder kleines Spielzeug.

Ein wichtiger Bestandteil der französischen Feiertage ist das gemeinsame Beisammensein am Tisch. Das Weihnachtsessen ist lang und gemütlich, die Angehörigen unterhalten sich, lachen gemeinsam und schwelgen in Erinnerungen an vergangene Zeiten. Die Kinder lernen, dass Weihnachten nicht nur aus Geschenken besteht, sondern auch aus dem Zusammensein.

Manchmal begleitet mich eine Figur, die für Ordnung sorgt und die Kinder an die Regeln erinnert – doch ähnlich wie in anderen Ländern hat dies eher symbolischen Charakter.

Italien

In Italien bin ich als Babbo Natale bekannt, aber ich bin nicht die einzige Figur, die Geschenke bringt!

Die Geschenke kommen normalerweise an Heiligabend oder am ersten Weihnachtsfeiertag, doch einige Tage später – am 6. Januar – besuchen die Kinder noch eine weitere besondere Figur: La Befana. Das ist eine gute, ältere Frau (oft als Hexe dargestellt), die:

  • braven Kindern Süßigkeiten bringt,
  • denjenigen, die weniger brav waren, symbolische Kohle hinterlässt.

Der Legende nach sucht die Befana immer noch nach dem Jesuskind, deshalb besucht sie alle Häuser und verteilt Geschenke.

Diese Tradition zeigt, dass die Magie der Feiertage länger als nur ein paar Tage andauern und verschiedene, interessante Facetten haben kann.

Was verbindet all diese Traditionen?

Auch wenn in verschiedenen Ländern unterschiedliche Bräuche herrschen, bleibt eines unverändert:

  • die Freude am Schenken,
  • die Zeit mit der Familie,
  • die Magie kindlicher Träume.

Unabhängig vom Land sind die Feiertage ein Moment, in dem sich Kinder besonders fühlen und Erwachsene für einen Augenblick in die Welt kindlicher Freude zurückkehren können.

Für Eltern: Wie kann man diese Traditionen nutzen?

Weihnachtsbräuche aus verschiedenen Ländern können eine wunderbare Inspiration sein:

  • Erzählt euren Kindern, wie der Weihnachtsmann aussieht.
  • Führt neue Elemente ein, z. B. das Backen von Plätzchen oder das Schreiben von Briefen.
  • Schafft eure eigenen Familienrituale.

Das Wichtigste ist jedoch, die Werte zu betonen, die hinter diesen Traditionen stehen:

  • Güte,
  • Teilen,
  • Dankbarkeit,
  • Gemeinschaft.

Zum Schluss – ein Wort vom Weihnachtsmann

Ho ho ho! Egal, wo ihr wohnt – ich finde immer den Weg zu eurem Zuhause.

Denkt daran: Die schönsten Geschenke sind nicht immer die, die in Papier eingepackt sind. Es sind auch ein Lächeln, ein freundliches Wort und gemeinsam verbrachte Zeit. Wir sehen uns im Dezember!

Magda Wiszniewska
Christmas magic specialist
Vollzeit-Mama und ein Elfenspezialist bei elfisanta.de
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